Home Newsletter September 2010 - Fünfsaitiges Solocello oder Violoncello Piccolo mit Geschichte

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September 2010 - Fünfsaitiges Solocello oder Violoncello Piccolo mit Geschichte Drucken E-Mail
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Grüezi!

Wir hoffen, dass Sie einen schönen Sommer erleben durften und wieder erfolgreich in den Alltag einsteigen konnten. Sie lesen unseren Newsletter vom September 2010. Wir freuen uns, Ihnen folgendes mitzuteilen:

  1. Neue Öffnungszeiten
  2. Betriebsferien
  3. 5-Saitiges Solocello mit Geschichte
  4. Neubau-Ausstellung in Bern 22. und 23. Oktober 2010
  5. Tage der Offenen Türen 6. und 7. November 2010

 


 

Neue Öffnungszeiten

Ab dem 21. September ist unser Geschäft auch am Dienstag geöffnet.

Unsere neuen Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag: 10.30-12.30 und 13.30-18.30

Samstag: 10.30-12.30 und 13.30-16.00

 

Betriebsferien

Die Werkstatt bleibt vom 10. bis am 25. Oktober 2010 geschlossen.

 


 

 

 
 

Ein 5-saitiges Cello mit Geschichte ( Violoncello Piccolo)

Das 5-saitige Solocello

(aus "Was Sie schon immer über die Barockgeige die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten"(ganzer Vortrag) von R. Isler, 2008)

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden Solostücke für ein etwas verkleinertes Cello komponiert, das oben mit einer 5. Saite, gestimmt auf d oder e ausgerüstet war. J.S. Bach schrieb seine 6. Cellosuite für dieses Instrument. Da aber schon bald der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A – Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte dieses Instrument eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebt dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine Renaissance. Sie können es gerne in unserer Werkstatt probieren. (Insider-Tipp: die Arpeggione–Sonate von Schubert lässt sich darauf wunderbar spielen!)

Als Highlight dieses Newsletters stellen wir Ihnen ein 5-Saitiges Cello mit einer kleinen Geschichte vor. Es handelt sich um ein Cello mit Zettel Andreas Hoyer Violinmacher in Klingenthal. 1744 (weiteres zu Andreas Hoyer hier). Dieses klanglich hervorragende Instrument haben wir vor einigen Jahren restauriert. Ein interessantes Detail ist der von Hand mit Tusche geschriebene Zettel, auf dem die folgende "Geschichte" steht:

 

"Dieses Violoncell, in gänzlich unbrauchbarem Zustand 1867 in der obern Kapelle des ehemals landenbergischen Schlosses Hegi (samt einer Geige mit dem Namen des Nicolaus Amatus) von mir aufgefunden, durch meinen Bruder Heinrich dort für mich erworben und abgeholt und bisher im Kloster zu Stein aufbewahrt, wird hiemit vererbt auf meinen lieben Schwiegersohn Erwin Heman, dem es nach sachkundiger Herstellung noch viel Vergnügen und Genuss bereiten möge. Ferdinand Vetter, Vater und Grossvater, Bern und Stein a/Rh., Neujahr 1916/17."

Hoyer Cello  
 

Hoyer Etikette

 
 

Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente

Die zweite Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente in Bern vom 22. und 23. Oktober 2010 hat der Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher organisiert. Diesmal finden öffentliche Klangproben statt und zum Abschluss werden Studenten der International Menuhin Music Academy ein Konzert spielen. Rudolf Isler wird zwei Instrumente ausstellen: ein Barockcello und eine modern eingerichtete Violine (Opus 101), die Ende September fertig sein wird. (SVGB).

 

Tage der offenen Türen

Seit 20 Jahren besteht die Werkstatt in Zürich! Das Jubiläum feiern wir am Samstag 6. und Sonntag 7. November 2010. Weitere Informationen folgen per Post.

 

Mit freundlichen Grüssen.

Micha Sennhauser, Rudolf Isler, Andreas Irniger und Rebekka Moos.

 

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Isler + Irniger, Meisterwerkstatt für Geigenbau AG
Hirschengraben 22
8001 Zürich

http://www.isler-irniger.ch/

044 262 03 80
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